Das sind 3 von 22 Bleistift/Kohle-Illustrationen zu »Der Großinquisitor« von Fjodor M. Dostojewski. »Der Großinquisitor« ist das fünfte Kapitel des fünften Buches aus dem Roman »Die Brüder Karamasow« von Fjodor Dostojewski, das auch separat unter demselben Titel veröffentlicht worden ist. Den Text des Großinquisitors kann man online unter Der Großinquisitor, Gutenberg-Projekt nachlesen.

»Die Brüder Iwan und Aljoscha Karamasow treffen sich in einem Gasthaus. Der jüngere Aljoscha ist ein tief gläubiger Mönch, während Iwan ein atheistischer Intellektueller ist. Er erzählt die Binnenerzählung über den Großinquisitor.
Diese handelt davon, dass Jesus Christus im Sevilla des 16. Jahrhunderts erscheint. Es ist das Zeitalter der Inquisition: Soeben sind hundert Häretiker qualvoll hingerichtet worden. Obwohl Jesus kein Wort spricht, wird er von allen erkannt – auch deswegen, weil er ein Wunder vollbringt. Er wird daraufhin vom Großinquisitor bemerkt und verhaftet. Um Mitternacht kommt es zum Verhör, wobei der Inquisitor Jesus mitteilt, dass er kein Recht habe, auf die Erde zurückzukommen und die Ordnung zu stören, welche die römisch-katholische Kirche in über tausend Jahren errichtet habe. Während Jesus schweigt, führt der Inquisitor das Gespräch Jesu mit dem Teufel in der Wüste fort (Mt 4,1–11 EU): Er wirft Jesus vor, das Brot, das Wunder und die Macht, die der Satan ihm angeboten hatte, zurückgewiesen und damit der Menschheit eine Freiheit gegeben zu haben, mit der diese gar nichts anfangen könne und daher seither im Elend lebe. Er bekennt sich zum Antichrist, mit dessen Hilfe er für die leidende Menschheit das Paradies auf Erden wiederherstellen will. Daraufhin küsst ihn Jesus schweigend und verlässt den Kerker, obwohl der Inquisitor vorgehabt hatte, ihn am nächsten Morgen auf dem Scheiterhaufen verbrennen zu lassen.« (Quelle: Wikipedia, „Der Großinquisitor“)